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ʻOumuamua – das erste bekannte interstellare objekt

ʻOumuamua - Der Bote aus der Finsternis

Oben: ʻOumuamua: Der erste interstellare Besucher – und das größte Rätsel der modernen Astronomie (KI-Abbildung von Gemini, Fotos gibt es nicht)

Stell dir vor, du sitzt am Kontrollpult eines Teleskops auf dem Gipfel eines hawaiianischen Vulkans. Es ist eine Nacht wie jede andere. Der Computer sortiert automatisch die Bilder des Himmels, vergleicht sie mit der Nacht zuvor, sucht nach allem, was sich bewegt hat.

Eine Routine, die seit Jahren läuft. Und dann, am Morgen des 19. Oktober 2017, blinkt eine Markierung auf. Ein Lichtpunkt. Einer von Millionen. Aber dieser hier bewegt sich falsch.

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Die Geschichte von Planet X – 180 Jahre Jagd auf den unsichtbaren Planeten

Die Geschichte von Planet X – 180 Jahre Jagd auf den unsichtbaren Planeten 1

Im September 1846 richtete Johann Gottfried Galle sein Teleskop auf eine Stelle im Sternbild Wassermann, an der nichts Besonderes zu sehen sein sollte. Kein Katalog verzeichnete dort einen Planeten. Keine Beobachtung hatte je einen Hinweis geliefert. Und doch wusste Galle genau, was er finden würde – weil ein französischer Mathematiker es ihm gesagt hatte.

Weniger als ein Grad von der vorhergesagten Position entfernt leuchtete ein bläulicher Punkt, der in keiner Sternkarte verzeichnet war. Neptun. Ein Planet, entdeckt nicht durch ein Teleskop, sondern durch eine Gleichung.

Es war der größte Triumph der Himmelsmechanik. Und der Beginn einer Obsession, die Astronomen fast zwei Jahrhunderte lang verfolgen sollte: die Jagd auf Planet X, den nächsten unsichtbaren Riesen am Rand des Sonnensystems.

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Planet Neun – Der unsichtbare Dirigent am Rand des Sonnensystems

Irgendwo da draußen, jenseits der Bahn des Neptun, in einer Dunkelheit, die kein menschliches Auge je durchdrungen hat, zieht ein Schatten seine Bahn. Er ist massiver als die Erde, kälter als flüssiger Stickstoff, und er braucht fast fünftausend Jahre, um die Sonne einmal zu umrunden. Niemand hat ihn je gesehen. Und doch verrät er sich – durch die Art, wie er an den Fäden ferner Welten zieht.

Irgendwo da draußen, jenseits der Bahn des Neptun, in einer Dunkelheit, die kein menschliches Auge je durchdrungen hat, zieht ein Schatten seine Bahn. Er ist massiver als die Erde, kälter als flüssiger Stickstoff, und er braucht fast fünftausend Jahre, um die Sonne einmal zu umrunden. Niemand hat ihn je gesehen. Und doch verrät er sich – durch die Art, wie er an den Fäden ferner Welten zieht.

Die Geschichte von Planet Neun ist keine Geschichte einer Entdeckung. Es ist die Geschichte einer Abwesenheit, die so laut schreit, dass Astronomen sie nicht mehr ignorieren können. Sie beginnt mit einem Rätsel, das 2003 am Rand des Sonnensystems auftauchte – und das sich seither mit jedem neu entdeckten Himmelskörper weiter verdichtet hat.

Willkommen zur Jagd auf den unsichtbaren Dirigenten.

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Ammonite – Das Fossil aus der Dunkelheit

Ammonite – Das Fossil aus der Dunkelheit 2

Wie ein 4000 Jahre alter Wanderer das Rätsel um Planet Neun vertieft.

Stell dir vor, du stehst auf einer Welt aus gefrorenem Stickstoff und organischem Teer. Um dich herum: nichts. Keine Atmosphäre, die den Wind trägt.

Kein Horizont, der sich gegen einen blauen Himmel abzeichnet. Die Sonne – von hier aus nur ein besonders heller Stern – spendet so wenig Wärme, dass selbst das Licht tiefgefroren wirkt. Du bist 66-mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde. Die Temperatur: minus 230 Grad Celsius.

Und dieser Ort bewegt sich auf einer Bahn, die 4000 Jahre braucht, um sich einmal zu schließen.

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